Harmonie

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Material: Serpentin
Gewicht: ca. 7 kg

Rezension des Werkes von Günther Weiler, Künstler und Galerist

Beate Niepel, eine hervorragende und ungemein vielseitige Stein- und Holzbildhauerin, die realistische Skulpturen, menschliche Körper(teile) von ungewöhnlicher Schönheit herzustellen in der Lage ist aber auch dreidimensional abstrakt arbeitet.
Beate Niepels Plastiken, reale wie abstrakte, zeigen sich alle in einer ungeahnten Vollendung. Ihr Arbeitsprozess wird geprägt durch Ausdauer, Flexibilität und konzentriertes Arbeiten. Ihre Vorgehensweise in gekonnt meisterhafter Art, gibt ihren Arbeiten eine fast nicht nachzuahmende Ausdruckskraft.

Mit „Harmonie“ gelingt ihr praktisch die Quadratur des Kreises, indem sie eine Abstraktion erreicht, die in ihrer Ausstrahlung, in ihrem Gleichklang fast noch mehr aussagt als ein ebenmäßiger Körper oder eine regelmäßige Physiognomie eines menschlichen Gesichts. Von „Harmonie“ wird der Betrachter regelrecht angezogen. Technisch wunderbar gearbeitet, gibt uns die Arbeit einen Eindruck, der irgendwie vollendet erscheint.

„Harmonie“, aus Serpentin Stein, ein relativ weiches Gestein aus dem Erzgebirge, wird von der Künstlerin behauen, geschliffen und final poliert. Das Kunstwerk muss man sich in einer Größe von 23 x 29 x 12 cm vorstellen. Die geschlossene Form mit ihrer Introvertiertheit und die Farbe des Steines unterstreichen die Aussage.

Es ist ein harmonisches Werk entstanden mit einem Wechselspiel zwischen Flächen und Kanten. Die Besonderheit: Es entstand eine Skulptur, die sich vom Stamm her entwickelt, sich teilt und im oberen Teil wieder trifft. Konvexe und konkave Flächen bilden eine Einheit. Kanten laufen in die Öffnung, durch sie hindurch und verbinden sich wieder. Es entsteht ein Eindruck, der durch das Zusammenspiel von Masse und Hohlraum gebildet wird. Licht und Schatten gestalten den inneren und äußeren Raum. Die Augen verfolgen die Bahnen und Linien immer wieder, unaufhörlich!
Viele Künstler verarbeiten in ihren Werken aktuelle Themen, wie Umweltverschmutzung, Migration usw., also Problemthemen. Nicht so Beate Niepel! Sie befasst sich mit Themen, die den Menschen betreffen. Mit ihren Skulpturen möchte sie Positives ausdrücken, wie es ihrer Lebenseinstellung entspricht.
Beate Niepel will mit ihrem Einfühlungsvermögen ins Material und der Bearbeitung der Oberfläche, die Aussage der Skulptur unterstreichen.
„Meine Skulptur soll eine Bereicherung für die Sinne, für die Seele und für den Geist sein“, sagt die Künstlerin. Und sie soll Freude vermitteln. Das ist ihr mit „Harmonie“ uneingeschränkt gelungen.

Günter Weiler

ID: 538
Entstehungsjahr: 2011
Dimension (B/H/T): 23x29x12 cm
Material: Steatit / Serpentin
Preis: 750,00 €