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Entfaltung

  • beateniepel
  • 20. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Ein stiller Dialog zwischen Stein und Seele

Acht Alabasterskulpturen
Werkreihe "Entfaltung"

Was bedeutet es, sich zu entfalten?

Ist es das sanfte Ausbreiten von Möglichkeiten, das Aufblühen einer Persönlichkeit – oder das Aufreißen, Entfalten, Entwirren von etwas, das lange gefaltet, verborgen, gehalten wurde?

Die Werkreihe Entfaltung umfasst acht Skulpturen aus Alabaster. Acht stille Zeugen eines inneren Weges. Jedes Werk ist ein Gedanke in Stein – tastend, suchend, wachsend.

Der Alabaster, mit seiner durchscheinenden Tiefe, schien das passende Material: weich genug für Bewegung, hart genug für Widerstand. Denn Entfaltung ist nie nur leicht. Sie ist auch Arbeit, Schmerz, Entscheidung.

Die Skulpturen tragen Namen wie Episode, Prozess, Beweis, Konzentration, Auflösung, Permanenz, Ursprung, Vollendung – und mit ihnen eine Entwicklung. Doch diese ist nicht chronologisch zu lesen, sondern kreisend, tastend, wie das Leben selbst.

In der Episode liegt ein Anfang, vielleicht auch ein Zögern. Der Prozess ist nie geradlinig – er stockt, fließt, fordert. Der Beweis ist das Ringen mit sich selbst: Was ist echt? Was bleibt? Konzentration ist der Versuch, Kräfte zu bündeln – ein Zentrum im Chaos. Auflösung zeigt die Grenze: wann Form zerfällt, um Neues möglich zu machen. Permanenz behauptet: nicht alles vergeht. Ursprung blickt zurück – und zugleich voraus. Vollendung schließlich ist kein Ende, sondern ein tiefer Atemzug: Jetzt.

Diese Skulpturen sind mehr als Objekte – sie sind Fragen. Was hindert uns an unserer Entfaltung? Was braucht es, damit wir nicht nur funktionieren, sondern wirklich wachsen?

Im besten Sinn ist diese Werkreihe eine Einladung – zur Selbstbegegnung, zur Ehrlichkeit, zur Freiheit. Denn: Entfaltung ist kein Zustand. Sie ist ein Weg.


Wenn Sie mehr erfahren oder eine Arbeit im Original sehen möchten, lade ich Sie gerne in mein Atelier ein.

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